Datum Uhrzeit
27/11/202619:30 Uhr
Veranstaltungsort
Gmundner Straße 1b, Attnang-Puchheim
Kartenreservierung
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Kartenverkauf
Karten
– Online-Reservierung auf der Homepage des Kammerorchesters
– Abendkassa
Preise
Für Karten mit Online-Reservierung oder im Vorverkauf
freie Platzwahl
Eintrittspreis € 20.-
Für Karten an der Abendkasse
freie Platzwahl
Eintrittspreis € 23.-
Jugendliche erhalten 50% Ermäßigung
Abendkasse ist eine Stunde vor Konzertbeginn geöffnet
Ausführende
Kammerorchester Attnang-Puchheim

Seit der Gründung des Orchesters im Jahr 1924 als Salonorchester hat sich das Leitbild verändert und über die Jahre entwickelt. So auch unser
Kammerorchester Attnang-Puchheim
Aus der lang gepflegten und beliebten Veranstaltung „Besinnlich in den Advent“, in der Georgskirche, entstanden in den letzten Jahren, „Weihnacht in Puchheim“ und „Musik zur Vorweihnachtszeit“, die jeweils in der Basilika Maria Puchheim zur Aufführung kamen.
Auch wenn sich die Bezeichnung unserer Konzerte geändert hat, sind wir unserer grundsätzlichen Leitlinie, der Aufführung von Werken aus Barock und Klassik und die Pflege der sakralen Musik, gemeinsam mit dem Kirchenchor der Basilika Maria Puchheim, treu geblieben.
Kirchenchor Maria Puchheim mit Gastsängern und Gastsängerinnen
Der Kirchenchor Maria Puchheim hat bereits eine sehr lange Tradition. Gegründet im Jahr 1852 nimmt er bis heute seine wichtige Aufgabe als musikalische Institution in der Basilika Maria Puchheim wahr. Dazu gehört die Gestaltung von Hochämtern, Maiandachten, Begräbnissen, Hochzeiten aber auch die Mitwirkung bei Orchesterkonzerten mit dem Kammerorchester Attnang-Puchheim. Auf den langjährigen „regens chori“ Johann Schifflhuber folgte Friedrich Springer. Derzeit wird der Chor von Christine Zeppetzauer geleitet.
Solistinnen und Solisten
August Kothbauer – Viola
Kim Klausberger – Blockflöte
Friedrich Springer – Bass
Clemens Geißelbrecht – Trompete
Bernd Geißelbrecht – Cembalo
CHOREINSTUDIERUNG – Friedrich Springer
Dirigent
Oskar Aichinger

Komponist, Musiker, Autor
Geboren 1956, aufgewachsen in Attnang-Puchheim/OÖ. Montanistikstudium in Leoben, Musikstudium in Salzburg. 1984-86 Ballettkorrepetitor an der Wiener Staatsoper.
Seit 1990 vorwiegend als Pianist/Improvisator an der Schnittstelle Jazz/Neue Musik tätig. Versteht sich selbst als „performing composer“. Als Komponist Auftragsarbeiten für das Klangforum Wien, Ensemble XX. Jahrhundert, Koehne-Quartett, sireneOperntheater, den Carinthischen Sommer u.v.a., als Pianist und Bandleader Konzerte in ganz Europa, USA und Israel.
Seit 2004 Klavierpartner von Franz Koglmann. Zusammenarbeit mit namhaften nationalen und internationalen Künstlern.
Seit 2012 Zusammenarbeit mit dem Kabinetttheater in Wien, ebenso mit dem „Kollegium Kalksburg“. Seit 2017 Veröffentlichung mehrerer Bücher. Das letzte 2022 „Ich steig in den Zug und setz mich ans Fenster“. Ein Kapitel ist der Heimatstadt Attnang-Puchheim gewidmet.
Programm
G. F. Händel
Suite in D-Dur – Marsch – Bourrèe
J. G. Rheinberger
Abendlied – Chorgesang
G. P. Telemann
Konzert in G-Dur
für Viola und Streichorchester mit Basso continuo
G. F. Händel
Dettingen Te Deum – Thou Art the King of Glory
A. Vivaldi
Concerto in G-Moll, Op. 10, No. 2 ‚La notte‘
für Blockflöte und Streicher
W. A. Mozart
Sancta Maria mater Dei KV273
Divertimento KV 138 2. Satz Andante
Divertimento KV 136 1. Satz Allegro
F. X. Brixi
Missa Pastoralis – Gloria – Sanctus
W. A. Mozart
Kirchensonate in C-Dur KV 328
J. Pachelbel
Canon in D-Dur
W. A. Mozart
Te Deum KV141
Antonio Vivaldi (1678-1741): Konzert für Flöte und Streicher „La Notte“, RV (Ryom Verzeichnis) 439
Igor Strawinsky hat einmal sinngemäß behauptet, Vivaldi hätte sein ganzes Leben lang nur ein einziges Stück komponiert, das aber in vielhundertfacher Ausführung. Ein Bonmot, gewiss, halb im Scherz, halb im Ernst geäußert und doch mit einem wahren Kern. Die Musik des berühmten Venezianers wirkt mitunter schon so, als sei sie aus den immer gleichen Modulen zusammengesetzt, die aber in jedem Stück anders angeordnet sind. Das ist allerdings wieder nur die halbe Wahrheit, tatsächlich werden wir immer wieder auch mit völlig neuen Wendungen überrascht, sodass die Musik stets frisch und aufregend wirkt. Zudem bedient er sich gern außermusikalischer Vorlagen, in seinem populärsten Werk sind das bekanntlich die vier Jahreszeiten. Es war eine Art frühe Programmmusik, ein in der Barockzeit vor allem beim Publikum sehr beliebtes Verfahren. Man konnte sich etwas vorstellen, oft gab es sogar einen Text, der der Fantasie auf die Sprünge half. In diesem Konzert geht es also um die Nacht, la notte. Dabei handelt es sich ganz offensichtlich nicht um Mondromantik, Nachtigallenschlagen, Ruhe, Erholung als vielmehr um eine Spukgeschichte, vielleicht in einem Palazzo am Canal Grande. In diese Richtung weist auch die Bezeichnung „Fantasmi“, also „Gespenster“, mit der ein Teil dieser Komposition überschrieben ist. Schnell wechseln die Szenarien, sodass in diesem kurzen Stück Musik eine emotionale Achterbahnfahrt entsteht, die einer Abfolge von unterschiedlichsten Träumen zu gleichen scheint. Die Teile heißen:
Largo – Presto (Fantasmi, Gespenster) – Largo – Andante – Presto – Largo (Il sonno, Der Schlaf) – Allegro
Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791): Divertimenti KV 136 und KV 138
Es ist schier unglaublich, welche Meisterschaft in dieser Musik des zur Zeit ihrer Entstehung erst sechzehnjährigen Mozart steckt. Leichte Musik sollte es sein, Divertimento, was so viel heißt wie Zerstreuung, Zeitvertreib, Unterhaltung, möglichst in italienischem Stil: das war es, was der Salzburger Erzbischof Colloredo von seinem frisch ernannten Konzertmeister der Hofkapelle verlangte. Unterhaltungsmusik, das ist es wohl auch geworden. Musik, die mit federnder Leichtigkeit daherkommt, elegant, virtuos, gut gelaunt. Aber ist da nicht noch viel, viel mehr? Ganz zart legt sich manchmal über ein paar Takte ein Schleier von Sehnsucht, Wehmut, ganz plötzlich erhebt sich ein Hauch von Drama, wie einer Oper entsprungen, um gleich darauf wieder im Getümmel der schnellen Streichertöne zu verschwinden. Der Unterhaltungsmusik wird gerne Seichtigkeit unterstellt, sehr oft wohl auch zurecht. Mozart zeigt uns, dass Unterhaltung und Tiefe kein Widerspruch sind.
Georg Friedrich Händel (1685-1759): Thou art the King of Glory aus dem Dettinger Te Deum
Böse Zungen behaupten ja, dass das Vereinigte Königreich als einzige der großen europäischen Kulturnationen keine bedeutende Musik hervorgebracht hätte. Namen wie Henry Purcell, John Dowland, Edward Elgar oder Benjamin Britten sind da wohl ein kräftiges Gegenargument. Aber ganz vom Tisch weisen lässt sich das dann doch nicht, wenn man an die Fülle von Musik aus Italien, Deutschland, Frankreich, Österreich, Russland usw. denkt. Die Briten sind halt gute Geschäftsleute, mag man denken, noch dazu nüchtern protestantisch, das verträgt sich doch schlecht mit der leichtlebigen Boheme der Musik. Und tatsächlich hat man berühmte Musiker, wenn man so will, gern zugekauft. Man denke nur an Joseph Haydn und eben an Georg Friedrich Händel. Ihm verdanken wir daher eine ganze Reihe von Meisterwerken in englischer Sprache und in einer stilistischen Form, die wohl ohne den Pomp des englischen Königshauses kaum denkbar wäre. Das Te Deum ist eines davon,
entstanden für einen Dankgottesdienst anlässlich des Sieges des österreichisch-britischen Militärs über die französischen Truppen in der Schlacht bei Dettingen am 27. Juni 1743.
Georg Philipp Telemann (1681-1767): Konzert für Viola und Streicher in G-Dur
Telemann war der Star im deutschen Barock, noch weit vor Händel und Bach, mit dem er eng befreundet war. Das lag unter anderem auch daran, dass er ein erfolgreicher Unternehmer, Verleger und auch Veranstalter war. Als solcher war es ihm ein Anliegen, die Kunstmusik aus dem engen Kreis des Adels und der Kirche herauszuführen und einer breiteren Öffentlichkeit, also insbesondere dem aufstrebenden Bürgertum, zugänglich zu machen. Als Komponist war er extrem produktiv und galt auch da als Innovator, der den Übergang von der barocken Polyphonie hin zum galanten Stil forcierte, der letztlich das hervorbrachte, was man heute als Klassik bezeichnet. Auch in der Instrumentation suchte er nach neuen Wegen, und so wundert es nicht, dass er unter anderem die Bratsche mit einer Solorolle beschenkte. Das hat sie mehr als verdient, vereint sie doch die Vorzüge der Geige mit denen des Violoncellos, also eine beachtliche Durchschlagskraft mit einem warmen, sonoren Ton. Eigentlich unverständlich, dass so wenige Bratschenkonzerte in den Konzertsälen der Welt erklingen. Besonders erwähnt seien da die Werke von Bartok, Hindemith und Schnittke.
(Text: Oskar Aichinger)
Die Solisten und Solistinnen stellen sich vor
Kim Klausberger – Blockflöte

ist in Vöcklabruck geboren und aufgewachsen. Seit Kindesbeinen begeisterte sie sich für die Blockflöte, später auch den Kontrabaß. Lehrbefähigung 2002 am Mozarteum Salzburg (bei Carin van Heerden) „mit Auszeichnung“ abgeschlossen. Künstlerisches Diplom 2005 (bei Prof. Han Tol) an der HfK Bremen und Master-Diplom (IGP 2) 2008 (bei Prof. D. Oberlinger) am Mozarteum Salzburg. Daneben viele Meisterkurse bei namhaften Blockflötisten unserer Zeit (G. Lünenbürger, K. Boeke, R. Stoellger, P. Leenhouts etc.). Die Unterrichtstätigkeit begann am Musicum Salzburg. Seit dem Frühjahr 2004/05 Lehrtätigkeit am Landesmusikschulwerk Oö. im Fach Blockflöte.
Als festes Mitglied spielte sie im Barockensemble „pastabarocca“ (bis 2010) und dem Blockflötenquartett „Senza Barriera“/Ö-D (bis 2020), sowie enge Zusammenarbeit mit dem Chor „Singfoniker in f“. Sie begeistert sich sehr für ungewöhnliche Kammermusikbesetzungen sowohl in der Alten als auch in der Neuen Musik.
August Kothbauer

Geboren 1960. Beginn des Violinspielens mit 8 Jahren.Stationen: Musikschule Schärding. Brucknerkonservatorium Linz, Musikhochschule Mozarteum Salzburg.1979 Matura am Musikgymnasium Linz. 1983 Lehrbefähigungsdiplom. 1986 Konzertfachdiplom bei Prof. P. Roscek. Kurse bei Prof.G. Schulz MHS Wien.Unterrichtstätigkeit an der Landesmusikschule Vöcklabruck seit 1978.1994-2000 Fachgruppenleiter für Streicher im OÖ Landesmusikschulwerk.
Lehrtätigkeit an der Wiener Musikuniversität seit November2002.Mehrfache Einladung, beim Jugendmusikwettbewerb „Prima la Musika“ als Juror zu wirken. Oftmalige fachliche Betreuung bei den Orchesterwochen der oö. Jugendorchester (Schüler und Studenten von 8-20 Jahren, in Alters- und Könnenstufen gefördert).
Längerfristig Orchestermitglied bei:Jeunesse Orchester Linz (Franz Welser-Möst), Harmonicis Mundi Linz (Prof. Sabaini), Collegium Iuvenale Salisburgense (Prof Geise), Wiener Akademie (Barockvioline, Prof. M- Haselböck). Weiters Mitwirkung u. a. bei „Clemencic Consort“ (R. Clemencic), „Armonico Tributo“ (L.Duftschmid) und “Ars Antiqua Austria” (G. Letzbor).Bratschist im “Hilaria” Streichquartett, Geiger im Salzburger Volksmusikensemble “Tobi Reiser”.
Mit diesen Ensembles Auftritte in allen renommierten Konzerthäusern Österreichs, im Ausland z. B. in der Kölner Philharmonie, Cocertgebouw Amsterdam, Gasteig München, und bei Festivals wie: Salzburger Pfingstfestspiele, Bregenzer Festspiele, Wiener Osterklang, Prager Frühling…
Friedrich Springer – Bass

Friedrich Springer geboren in Vöcklabruck erhielt seine musikalische Ausbildung am Bruckner-Konservatorium Linz (heute Bruckner-Privatuniversität) und schloss diese mit der staatlichen Lehrbefähigungsprüfung für Horn und der Reifeprüfung in Gesang ab. Unterrichtstätigkeit an der Landesmusikschule Vöcklabruck von 1979 bis 1992.
Von 1992 bis 2020 war er Mitglied des Wiener Staatsopernchores, der Wiener Hofmusikkapelle und der Konzertvereinigung Wiener Staatsopernchor. In diesem Rahmen auch solistische Auftritte in der Wiener Staatsoper, bei den Salzburger Festspielen sowie zahlreiche Konzerte u.a. mit dem Wiener Mozartorchester.
Clemens Geißelbrecht – Trompete

Clemens Geißelbrecht (geb. 1990 in Vöcklabruck) studierte Instrumentalpädagogik und Konzertfach Trompete an der Anton Bruckner Privatuniversität in Linz sowie Lehramt für Musikerziehung, Instrumentalmusikerziehung und Psychologie & Philosophie an der Universität Mozarteum und der Paris Lodron Universität Salzburg. Absolvierte Schwerpunktfächer in Alter Musik (Naturtrompete) sowie Jazz & improvisierter Musik. Während der Studienzeit Mitglied des Schwanthaler Trompeten-Consorts, dem Gewinner des internationalen H.I.F. Biber Wettbewerbes für Alte Musik 2011 in St. Florian. Mit diesem Ensemble trat er unter anderem im Funkhaus des WDR Köln und dem Wiener Konzerthaus auf. 2015 erschien die CD „L’arte della trombetta“ (Gramola), die das Repertoire des Ensembles dokumentiert. Er spielte in der Jungen Philharmonie Wien, im Dresdner Barockorchester, Kurorchester Bad Ischl, Kurorchester Bad Hall, Oberösterreichischen Jugendsinfonieorchester, Oberösterreichischen Jugendjazzorchester, Salzburger Landesjugendorchester, u.a. Weitere musikalische Aktivitäten führten ihn zum Festival „Resonanzen“ in Wien, dem Fest zur Festspieleröffnung in Salzburg, zu den Donau-Festwochen im Strudengau, zum Inntöne Jazzfestival u.a.
Das klassische Repertoire auf der Trompete umfasst Solowerke, Kammermusik für Trompete, Gesang und Streicher, sowie Werke unterschiedlicher Stile für Trompete und Orgel. Er unterrichtet Musik, Instrumentalmusik und Chor im Khevenhüller Gymnasium und Kollegium Aloisianum in Linz.
Aktuelle künstlerische Projekte: Leitung von Big Band Syndicate sowie des Clemens Geißelbrecht Jazzquintetts. Trompeter bei Atteranka, die Böhmische vom Attersee. Jährlich mehrere Konzerte im kirchenmusikalischen Bereich.
Bernd Geißelbrecht

Bernd Geißelbrecht, geboren in Zell am See, erster musikalischer Unterricht in Blockflöte und Klavier, später im Fach Orgel. Studium am Mozarteum in Salzburg: Musik- und Instrumentalpädagogik (Orgel, Klavier, Blockflöte) sowie Konzertfach Orgel bei Elisabeth Ullmann und Heribert Metzger mit Auszeichnung absolviert. Zahlreiche Meisterkurse für Orgel. Vertiefendes Studium „Historische Aufführungspraxis“ bei Nikolaus Harnoncourt.
1988 Preisträger beim Internationalen Orgelwettbewerb in Kaltern – Südtirol. Seit 1989 Lehrtätigkeit an der Landesmusikschule Vöcklabruck sowie Organist an der Evangelischen Friedenskirche. Rege Konzerttätigkeit als Solist und Kammermusikpartner. Mitglied des Ensembles „EnAMus“ (Ensemble für Alte Musik). Langjähriges Mitglied des „ Paul-Hofhaimer-Consorts“ Salzburg mit Konzerten in zahlreichen europäischen Ländern sowie CD-Aufnahmen mit Musik aus dem Mittelalter und der Renaissance.